24.9.2019 von Kasghar nach Tashkurgan

Jetty und Pineapple, ich kenne ihre chinesischen Namen nicht, ich konnte sie nicht schreiben, nicht aussprechen..und mir nicht merken, ging es zum Pickup und Sammeltaxi Startpunkt in Kasghar.

Ihre Hilfe, Verständigung, Preise aushandeln, Einzelheiten mit den Fahrern besprechen war unbezahlbar.

Es gab Fahrzeuge, Fahrer, sie wollten mich für den vierfachen Preis, einen Beförderungstarif für mich, einen fürs Gepäck, einen fürs Fahrrad und einen für die Zeit die ggf für die Kontrollen der Polizei meinetwegen auf sie zu kommen könnten, transportieren.

Zurück zum Hotel, Sachen packen, wieder hin zum Kleinbusbahnhof.

12:00 erwartungsvolles umher schauen

12:15 neuer Plan – mein Rad und ein Großteil meines Gepäcks werden mit einem Pickup, ein reiner Cargodienst, ohne Erlaubnis für Personentransporte, übergeben. (Kosten – ohne Quittung, es wird nur die Telefonnummer des Fahrers photographiert 200 Yuan)

12:20 Fahrer der mich mitnimmt auch gefunden – 6 Leute plus Fahrer passen (ohne mein Rad) in diesen Van . ( Preis 120 Yuan für die 300 Km – regulär)

12:30 der Fahrer wird von einer kleinen Ratte, die mich für den achtfachen Preis transportieren möchte, aufgefordert mich nicht mitzunehmen.

12:35 mein Van ist plötzlich ausgebucht…. ich kann nicht mit

12:40 die Ratte stolziert herum, und sucht weitere Mitfahrer die mit ihm nach Kashkurgan wollen.

Die Fahrzeuge fahren erst los, wenn der Wagen vollständig belegt ist.

14:00 ich bekomme Hunger

14:30 Jetty und Pineapple sitzen mit mir geduldig da und warten auf das nächste Fahrzeug.

14:35 ich sagte Jetty, dass es Länder gibt die eine eigene Touristen Polizei haben, die sich um solche Sachen kümmern, wenn Touristen beraubt, genervt, bestohlen oder verarscht werden…. Jetty sagte dass sich die Polizei auch in China um mich kümmern würde.

Na dann…sag doch bitte der Polizei Bescheid. Gesagt getan.

14:50 Polizist ( 4 Mann) spricht mit allen Beteiligten.

15:00 Ratte sagt dass er mich leider nicht mitnehmen kann da er schon ausgebucht sei.

15:30 Polizist beschliesst dass irgendeiner mich transportieren muss.

(wir halten fest, es ist Privatpersonen und Cargodiensten verboten Ausländer zu transportieren)

15:45 mein Pickupfahrer bekommt die Erlaubnis wenn bis Abends niemand gefunden wurde der mich Ausländer mitnimmt, mich und das Rad nach Kashkurgan zu bringen.

15:55 neues Sammeltaxi erscheint auf dem Platz

16:00 Jetty bucht einen Platz (ohne zu sagen dass es sich um die Langnase handelt)

16:05 Ich habe einen Platz, und setze mich direkt in den Wagen, Plan; den Platz nicht mehr zu verlassen.

16:15 Fahrer will nach verhandeln. 30 Yuan extra für anzunehmende Unannehmlichkeiten an den Kontrollen (Akzeptiert zahle jetzt 150 Yuan – bleibe sicherheitshalber auf im Cockpit sitzen)

Mein Rad und Gepäck ist auf dem Nachbar Pickup verladen und verschnürt. Fahrer will es zum K2 youth Hostel bringen.

Abfahrt. Nach 6 Stunden…planen, warten und viel Geduld.

Ach ja und nun zur Strecke…der Weg zum und über und der Karakorum Highway. Nun ja. Das habe ich schon auf FB geschrieben. Die ersten 100 Km gingen ja noch. Aber dann.

Also ich finde ihn weder schön, noch spektakulär, für Fahrradfahrer schlecht zu fahren, Leitplanken beidseitig einer Schnellstraße, keine Haltemöglichkeit auf bald 80 Kilometern, danach Baustellen, Schotter, Umleitungen, Pässe…

Es gibt nichts auf dieser Strecke dass ich gerne gefahren wäre. Nichts das sich gelohnt hätte.

Nach 176 km sah ich Lucas Rad, gegen 20:00 am Wegesrand stehen, er selbst schlich durchs Umfeld einen passenden Zeltplatz zu finden. Nach zwei Tagen war er bis dort gekommen. Eine karge Landschaft, eine kalte Nacht stand ihm auf über 3000 Meter bevor, und dann für den nächsten Tage weitere 50 Kilometer Steigungen, Sand, schlechte Straße, kalter Wind in einem unfreundlichen Umfeld. Nein, ich wollte mit ihm nicht tauschen.

Helfen konnte ich ihm auch nicht. Der Fahrer rauschte, preschte unbeirrt weiter.

Ob er es am nächsten Tag (nach 3 Tagen insgesamt) bis nach Tashkurgan schaffen wird, kaum vorstellbar?!

23:00 ich komme ich Youth hostel an…mein Gepäck eine dreiviertel Stunde später.

Außer, dass mein Fahrer so gerast ist, schlechte Sicht, schlechte Reifen, schlechte Straße, ein gutes Beispiel eines aus der Kurve getragenen Pickups noch vor Augen, Gepäck und Ladung am Abhang, es war Besorgnis erregend, etwas Furcht einflössend, es muss eigentlich einen großen Schwund auf der Strecke geben, war ich froh nach 6 Stunden, ohne weitere Komplikationen, angekommen zu sein.

Bilder gibt es keine brauchbaren von der Strecke….zu schnell gefahren, die Scheiben zu sehr verschmutzt….

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