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einen Fuß in der Ostsee

Liebe Freunde, Bekannte…. und hoffentlich Interessierte …

Manches ist Manchen schon bekannt, ihr müsst das auch nicht lesen, manchen ist es auch zu viel, das kann ich nachvollziehen, aber es steht jedem frei.
Manche haben es aber noch nicht mitbekommen, waren nicht im kleinen Verteiler, wissen noch von nichts…daher bitte ich die denen etwas schon bekannt vorkommt, es freundlich zu überlesen, und manch ich ich die sind so alt und vergesslich..da kann ich mich auch gerne mal wiederholen.

Das ist wirklich etwas anders hier, etwas anderes auf dem Boot zu reisen, zu sein, die Zeit die man auf dem Wasser verbringt, die kleine wackelige, auf den Wellen rollende, sich wiegende Hütte.
Ich hatte angenommen ich würde vielmehr lesen und schreiben, Aber zu beiden ist es bisher kaum gekommen.
Es gab Reklamationen ich sollte doch wieder etwas persönlicher von mir meinen Mitreisenden, Mitfahrern, schreiben – Aber ich dachte es wäre alles gesagt gewesen, geschrieben worden.

Auf der Scandia…. so heisst sie
sie hätte auch Proud Mary heissen dürfen, die stolze Dame. 10 Meter lang, 3,5 m breit, 2 Maste, 3 Segel und 9,5 Tonnen schwer

Ein Monat ist nun schon um. Gute zwei Wochen über die Kanäle, den Rhein herunter, unerschrocken, wagemutig, und doch mit bebenden Herzen der Ostsee entgegen. Es kamen die Tage der Vorbereitung, die Masten wurden gestellt, erste Einweisungen wurden vom Vor-Eigner freundlich, dankbar, und von Herzen gegeben, dann erweiterten wir, Geraldine, Paul und ich unser Wissen, Erfahrungen, professionell, mit einem Segellehrer. Über eine Woche tägliches Training, Wissen, Übungen, Anlegemanöver sollten zu Routine werden, rückwärts in eine Box, da denke ich könnte noch dran arbeiten, das lässt sich bestimmt noch verbessern, die Magenfestigkeit verbesserte sich, nach anfänglichen Schwierigkeiten, hielt Paul es bei Windstärke Sechs, Wellen bis 1,50 m, die in 3 Sekunden Takt kamen, es aus – ohne sein Essen noch einmal zu verschwenden.

Die Woche Unterricht ist vorbei, Geraldine ist kurz nach Hause nach Köln, der Lehrer von Bord, Paul und ich teilen uns das Sofa auf der Skandia, im Hafen, in Neustadt in Holstein.

Soweit gekommen, und doch noch lange nicht am Ziel, mit einem Fuß jetzt in der Ostsee, an Wind und Wetter geschnuppert, auf dem Sprung weiter ins baltische Meer, Richtung Rügen, Richtung Usedom.
Persönlicher, mit mehr Einblick in die Gefühle, in die Emotionen, von dem was mich treibt, was uns bewegt, sollte, wollte ich darlegen.

Ja es gibt’s Genussmomente, voller Stolz, wenn sich die Nauticat, das ist das Modell, eine 33 er hebt und senkt, mit Wucht sich durch das Wasser schiebt, man nicht von der Dünung, den Wellen zum würgen gebracht wurde, die Sonne einem ins Gesicht lacht, die Gischt die Haut, das Deck benetzt, das Gefühl der Freiheit, der Eigenständigkeit in einem bebt, ruft und laut hier schreit, nimm mich mit.

Schleswig Holstein soll eine Modell Regionen sein, Glück Für uns? Es sollte die Normalität sein, und noch offenbar, noch freier, noch ungezwungener sein. Das wird schon vielen nicht in Frage gestellt und von anderen mit Recht hinterfragt. Die Außen-Gastronomie hat auf, deckt die Tische, legt Decken aus, denn der Wind ist frisch, die Abende kühl. . Geht die Sonne unter, wird es weiterhin noch kalt, gehen wir uns zurück auf den drei Zimmer Küche Diele Bad 2 Master, Sitzen im Decksalon, schauen den paar, den wenigen Fischern, vielen Anglern auf kleinen Booten zu, viel Fisch gibt es nicht mehr, wie sie hinaus in die Lübecker Bucht oder zurück in den städtischen Hafen tuckern.

und dann merken wir nichts von dem Irrsinn, trinken Wein, Bier oder auch schon mal einen Kabännes, der ist jetzt allerdings mittlerweile leer, trotz großer Bunkermöglichkeiten.
Rotwein, wenn er gut ist, da kann ich meine Finger, Zunge nicht von lassen, das ist mein meines privates kleines Abenteuer, wissend dass ich davon schlecht schlafe, Albträume bekomme, gönne ich mir da hin und wieder eine gute Flasche.
Noch.
Zur Zeit noch.
Den irgendwann ist wieder Schluss damit, dann beginnt die Wasserwoche, (teil 2 für dieses Jahr – 5 Monate abstinent strafften meinen Körper, ich verlor gute 6 Kilo, jung, bildhübsch, begehrenswert) ich hoffe auch auf Sport, Radfahren, und vor allem schwimmen, an den Sandstränden von Rügen und Usedom, im FKK Bereich, neben dem Hundestrand, denn nur nackt braucht man keine Bikinifigur. Ich glaube ich habe locker wieder vier Kilo, trotz aller Arbeit und Konsequenzlosigkeit, an Bord, in den letzten Wochen, wieder zugenommen.
FKK Strände müssten doch auch den Vorteil haben, sich nicht ausweisen zu können, mir fällt auch nicht ein wo man sich den Bong von der Kurtaxe in hin stecken soll, und greife doch mal einem nackten Mann in die Tasche.

Ich bin kein Corona Leugner, das gibt es, Ja, und das Menschen davon zu Schaden gekommen sind, ist bekannt. In der gleichen Zeit gab es Zigtausende, die an Krankenhaus Keimen, Herzinfarkten wegen Fettleibigkeit, Aids aus dem Urlaub, oder vom falschen Partner erschlagen, gestorben sind.
Jetzt geht es um mehr, als nur um Gesundheit, einem Virus, es geht um die Freiheit, die Selbstbestimmung, das Recht über seinen eigenen Körper zu bestimmen, Meinungsfreiheit, Reisefreiheit, und Bargeld,……
Hin und wieder kann ich es nicht lassen, die Leute, meine Nachbarn, meine Freunde, darauf hinzuweisen, Ihnen Tabellen vorzulegen, Ihnen stundenlange Interviews ans Herz zu legen, Ihnen Über 30 Wissenschaftler zu benennen, sie zu ermuntern, zu ermahnen, aufzufordern mehr zu hinterfragen, mehr nach zu denken und sich offen wirklich alle Seiten anzuschauen.

Ich suche einen Weg der Verständigung.
Denn es ist auch meine Welt in der wir, ihr und sie leben, es ist unsere Welt auf der wir zusammen leben wollen, und zwar voller Respekt, Rücksicht, Verständnis, Liebe und Freiheit.

Ja, schon wieder bin ich vom Weg abgekommen, vom Thema, bin gedanklich in einem anderen Hafen.
Aber es ändert sich nichts, ihr, du, auf deinem Weg, auf eurem Weg, und ich, und wir hier…. Sind alle mit dieser Scheiße konfrontiert.
Wir wissen, alle, die meisten zu wenig, können uns vieles nicht vorstellen, aber auch das für unmöglich Erachtete kann wahr sein, kann zu treffen, kann sich bewahrheiten, sich als Lüge herausstellen. Zuviel, zu oft wurde gelogen, betrogen, Menschen und falschen Versprechungen in den Krieg getrieben, umgebracht, bombardiert, vergiftet, gefoltert, heute noch, wurden Medikamente, Contergan unter Aufsicht, nach Prüfung, alles aus Geldgier, Machtgier ausgegeben.

Und warum soll das jetzt alles nicht hinterfragt werden dürfen, warum werden andere Meinungen gelöscht, verboten, Menschen diskreditiert…ist das Demokratie?
Ist das Freiheit?
Grundrechte eingeschränkt und es wird hingenommen ?
Habt ihr den Schuss nicht gehört..verhallt hinter Netflix, Homekaserne, Lieferando, Amazon, Zalando und in irgendeiner Cloud….

es ist doch ein Irrsinn, positiv getestet heisst nicht infiziert, infiziert heisst nicht krank, krank heisst nicht unweigerlich ein schwerer Verlauf, und nicht alle sterben…
also haltet mal den Ball flach, seid wachsam und hinterfragt, Impfzulassungen werden umgangen, über 20 Jahre durften keine und gab es keine Zulassung dieser Rmna, wegen nicht kontrollierbarer Spätschäden, jetzt mit Trombosen, Herz und Lungenversagen, Mensturationschwierigkeiten, manche Frauen hören nicht auf zu bluten, andere sterben an der Impfung.
Ein Eingriff in unsere Körper den nicht rückgängig zu machen ist, der nicht geprüft ist, ein Prozess wird im Körper in Gang gesetzt der nicht mehr aufzuhalten ist….
Gibt es Studien ob man steril, impotent wird oder nach der 5 Welle von Viren unser Immunsystem durchdreht ? nein … gibt es nicht

Sitzen 2 Mäuse auf der Mauer, fragt die eine: “bist Du schon gegen Corona geimpft” – ” Bist du verrückt… die Menschenversuche laufen doch noch…

diesem Irrsinn
und ja dem will ich gerne entkommen, will meine Freiheit und Gesundheit nicht aufgeben, rede, denke, hinterfrage und mahne …für uns alle,

Und bevor Ich zu Seemann’s Liedern anstimmen werde, den Rum auspacke, euch schöne Bilder mache und schicke, sollte dies gesagt worden sein.
Ist getan.

Nun zurück zum Meer….mehr schöne Sachen….. und mehr gute Stimmung.
Ja, die habe ich hier, mir geht es gut, ich dusche nur einmal in der Woche, weil es so einen Aufwand macht, trage die Wäsche fast genauso lange, habe Wlan im Hafen…. habe eine große Kühlbox, habe Freunde mit denen ich reden kann, mit manchen nur telefonieren, treffe tolle Menschen und kann an dieser Stelle, möchte ich für die Holsteinis mal ein Lob aussprechen…. sie sind so freundlich, offen, zugänglich, auffallend, ohne Dünkel und sie grüßen, sagen Moin…und lächeln… ein guter Schlag Menschen
und es gibt leckere Fischbrötchen, gleich gehe ich mir eins holen, obwohl eben erst gut eingekauft, der Kühlschrank voll ist…gehe ich raus… zur Bude, nehme Paul mit, rieche die Salzluft, schaue den Angler zu, auf Heringe gehen sie, sie ziehen hier in die Bucht.
Vermisse ich hier nichts, nein nicht wirklich, auch wenn ich den einen oder anderen gerne mal, nochmal in den Arm nehmen würde, auch meinen kleinen Enkel, der wächst, ich sehe es nicht, bin leider nicht dabei, ja das kostet…
insofern ist es nicht einfach.

Klaus ist tod, bei jeder Zwiebel die schäle..denke ich an ihn, Freunde haben sich impfen lassen, ich hoffe das meine Befürchtungen nicht wahr werden, ich hoffe dass ich irre, ich bange mit ihnen, ich traure und leide mit denen die gerade alles verlieren…

Keine Ahnung wo es mich, uns hintreiben wird…aber eins ist klar, erstmal der Küste entlang…gegen Osten…da wo die Sonne aufgeht. und das Meer…. das ist schön
(Ich muss noch die eine Düne suchen…sie kann nicht weit von einem Atelier sein…die man mir zeigen wollte)
Es wird gute Häfen geben, neue Aufgaben liegen vor mir, neue Arbeit wartet…

Versteht ihr mich?
das ist Spurensuche….
Ihr könnt ja eine andere Meinung haben, das ist in Ordnung, das ist Freiheit, das die Freiheit die jedem zusteht.
Leben, und leben lassen,

ach ja- morgen zieht ein Sturm auf… der kann gerne über mich hinwegziehen…

Vorbereitungen zur Reise Köln nach Mölln

28. Januar….2021
und jetzt sind es nur noch 8 Wochen bis zur Abfahrt. Ich bin aufgeregt. Genauso aufgeregt wie vor der Fahrt ins Unbekannte mit dem Motorrad..2011, 2014 und genauso aufgeregt wie die Wochen voller Ungewissheit mit dem Rad Richtung China.

Nein man gewöhnt sich nicht daran. Ich gewöhne mich nicht daran. Nichts ist Routine.

Es fehlt noch der Funkerschein..es fehlt noch so vieles..

die Reise der Skandia – von Mölln nach Köln – letzter Teil (15)

Skandia 15

Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Regentropfen, Nebel, Kormorane, Zelte an den Deichen… Chemie und Stahlindustrie, Dörfer. Felder und Schafherden – der Rhein.
Von 813- 688 km

Ich halte euch auf dem laufenden, erzähle und schreibe, teile euch meine Sicht mit.
Mit einem Mobiltelefon.
Ich schreibe, tippe meine Berichte auf dem kleinen Bildschirm, lese Nachrichten, schaue nach dem Wetter, nutze den Ortungsdienst.

Vor 14 Tagen sind wir gestartet, mutig ins Wasser gesprungen, von allen Widrigkeiten einfach keine Kenntnis genommen, ignoriert, es wird schon klappen, was sollte schon passieren?
Es wurde schon mal kalt, es gab einwenig Wasserknappheit, man hat sich schon mal angepflaumt, es war mal etwas bewegt auf dem Wasser und mal eng in einer Schleuse.

Jetzt, aktuell, wo ich das schreibe, sind es nur noch 38 Kilometern bis nach Köln.

Warum haben wir das Boot nicht in Mölln gelassen, trocken, stehen gelassen ?
Ist mir zum einen zu weit weg, ich möchte an der Skandia noch arbeiten, Elektrik verbessern, restaurieren, kleine Umbauarbeiten vornehmen, ein Bett verlängern, ein Bett verbreitern, Sitzecke komfortabler gestaltet und die Navigation, Plotter, Funkgerät besser studieren und besser kennen lernen.
Und das vor der Haustüre.

Die 14 Tage an Bord haben mir viel gebracht. Praxis, Kenntnisse, Übung, das Handling von Toilette, Heizung, Herd erfahren. Die Zeit verging im Fluge.

Nun ja.
Erste Erkenntnis- 10 Meter Länge bieten doch mehr Platz und Bequemlichkeit als erwartet.

Und dann habe ich die 14 Texte, Tagebuch, Einträge, das kleine Logbuch geschrieben.
Kontakt halten, den Freunden die wirklich interessiert sind, Mitteilung geben, Anteil haben lassen und auch selber das Erlebte reflektiert.

Heute beeile ich mich, denn ich weiß, dass wenn wir in Köln einmal sind, angelegt haben, die Wohnung betreten haben, der Alltag versucht uns wieder zu vereinnahmen, ich kaum Muße und Zeit haben werde zuschreiben und diese Reisegeschichte zu Ende zu erzählen.

„In diesen Block sollte wenig geantwortet werden es überlastet die Überlasteten“.

Das Handy ist ein Gräuel, eine zeitfressende Bestie, eine zerstörerische Maschine, es lockt Dich mit vermeintlichen Vorteilen und Nützlichkeit, aber dann,
es klaut Gedanken und Wünsche, verkauft deine Daten, dann wirst du belästigt, ausgenutzt und manipuliert.
Nein? Doch!

Ja ich lasse auch viel zu, glaube das eine App, ein Nachrichtenportal ein guter Gegenwert ist, einen guten Gegenwert hat, ich sehe bei Google wo ein Stau ist, er sagt mir welche der kürzere Weg ist, und die Algorithmen sagen mir auch was ich mag, lesen möchte, Cookies erinnern sich daran was ich gesehen habe, für was ich mich interessiert habe und bombardieren mich mit einer entsprechenden Werbung. Wie weit geht die Informationstechnik heute? Wie weit ist sie schon? Wie viele Daten haben Sie von uns schon? Und was machen Sie daraus?Ich sehe es als sehr kritisch, ja vielleicht sogar gefährlich an, begebe mich aus Bequemlichkeit, vielleicht ja, auch in die gleiche Abhängigkeit und Gefahr.
Wer viel Geld in Werbung gesteckt hat, der will etwas verkaufen, er will etwas erreichen, der will deine Gedanken, dein Interesse, Aufmerksamkeit auf das lenken was ihm behagt.
Das macht nicht nur Kellogg’s so, oder Nutella, da werden Zulieferer für das Schiff, plötzlich mehr erwähnt, und auch bei Facebook werden Gruppen, Gemeinschaften vorgeschlagen die mich, komischerweise, eigentlich weniger interessieren?!
Kein Zufall.
Und das fällt auf, wie sie lenken, sie dich ablenken. Leiten.

Da geht das Instrument Google hin. Es steuert nicht nur auf der Straße dein Auto, es lenkt auch deine Interessen, sagt dir was du lieber lesen sollst, und macht Artikel, politische Gruppen, andere politische Parteien, andere Meinungen schwerer auffindbar,.! Der Algorithmus wird nicht nur von einer Maschine bestimmt sondern hat Vorgaben.
Nein? Doch!

Wir verlassen uns zu sehr auf das was uns Google vorschlägt. Denken nicht mehr selbst.
Es gibt Bekannte die grundsätzlich mit dem Auto, nur mit dem Navigator fahren, die den Weg ohne überhaupt nicht mehr zurück finden, und jeder kennt die Geschichte von den Leuten die ins Hafenbecken gefahren sind weil der Navigator gesagt hat geradeaus geht die Straße. Sie verlassen sich auf den „Computer“ – denken nicht mehr selbst.
Da ist die Gefahr offensichtlich.

Nicht offensichtlich ist sie aber wenn in der Tagespresse, im Mainstream, in der Tagesschau von morgens bis abends immer nur eine Denkweise, eine Sichtweise propagiert.
Das ist gut, wäre gut, die ist richtig, und nur das sind wahren Demokraten, das der böse Diktator, der der Schlächter von Istanbul, …,
Einheitlich, vorgegeben, ohne das etwas hinterfragt werden soll , darf ( RKI Chef Wiehler bei einer Pressekonferenz )

Unsere Bequemlichkeit öffnet Ihnen die Türe zu deiner, unseren Privatsphäre(n).

Es, die „sozialen Medien und die Suchmaschinen“ nehmen dir das Denken ab, sie machen es Dir bequem, du bist ja in guter Gesellschaft suggerieren sie, wenn du dieser oder jener Meinung bist, machst du alles richtig!?

Sie nehmen Dir die Möglichkeit weg eine eigene Meinung zu bilden.
Nein? Doch!
Denn du bekommst fast nur noch einen gesiebten Einheitsbrei zu fressen.
Nein? Doch!

Aber egal!
Warum ich das hier erzähle?

Es gibt zu wenig Achtsamkeit, Sorgsamkeit, Vorsicht.
Für mich Zuwenig.

Es ist alles so schnelllebig… nein, wir haben, wir hätten die Zeit, wir müssen sie uns nur nehmen.
Doch in was investieren wir die, unsere Zeit?
Mit Freunden? In Gesprächen, in Gemeinschaften?
Zuwenig, kaum noch, leider.

Wann hat sich ein „Freund“ das letzte mal sich Zeit genommen, gemeinsam spazieren zugehen ?
Keine Zeit, zu mühselig, ander mal..
Seine Frau lässt ihn wahrscheinlich nicht (haha)

Bin ich besser? Mache ich es besser.
Nein wahrscheinlich nicht. Aber es fällt mir auf und es stört mich.

Handy, Computer, iPad, Computerspiele, Netflix, YouTube, Twitter und Facebook und noch ein paar duzend Zeit Klaumaschinen zerstören das soziale Leben, Vereine, Freundeskreise, vielleicht auch Familien, denn man muss Freundschaften pflegen…

Und jetzt werden Vereine geschlossen, Restaurants, Cafés, Begegnungsstätten, Treffpunkte, Zentren für Gemeinschaften.
Das soll aus Vernunft zz geschehen.
Mit der Straßenbahn, Bus, voll und übervoll, eng gestopft kann man zur Arbeit fahren, im Supermarkt packt jeder den Einkaufswagen, das Trennschild auf dem Kassenband, tausender Leute an-
aber man darf nicht mehr im Wald reiten, Golf spielen, flanieren, Eis essen…
komisch
Das soll aus Vernunft zz geschehen.?

Heute kommen wir nach Köln, nach Hause, der Stollen ist fertig gebacken, recht gut durchgezogen, Kaminholz kommt morgen, der Ofen wird gestocht , das wäre schön jetzt Freunde zu treffen, zusammen zu sitzen, Kaffee zu trinken und zu quatschen….,die Denunzianten spitzen die Ohren und Bleistifte…

Was willste machen?

Ach ja, die Skandia.
Zuverlässig, gut mütig, heimisch, Obhut gebend.

Paul das Schlitzohr, ist übrigens vorgestern an einem Stacheldraht hängen geblieben….

Und
Wir haben angelegt.
Wasserstand im Hafen 145 cm, die Skandia hat 135 cm

Wir haben immer (noch) eine Handbreit Wasser unter dem Kiel

Es war schön. Spannend, aufregend, lehrreich… und die Zeit verging wie im Flug

Ahoi

von Mölln nach Köln Skandia 14

Skandia 14

Ich hätte mich schon früher melden können, angelegt haben wir um 12:30 in Neuss, denn weiter fahren lohnte sich kaum, das wäre unser gestriges Tagesziel gewesen, an Düsseldorf waren wir heil vorbei gekommen und bis Köln sind es noch 50 Kilometern.
Das war heute nicht mehr, aber ist morgen ab 8:00 Uhr gut zu schaffen.

Warten wir es ab.
Warten wir ab was noch geschieht.
Nichts ist sicher, nichts ist wirklich berechenbar.

Endlich haben wir auch mal unseren Wassertank auffüllen können, dafür fanden wir aber auch direkt eine undichte Stelle in der Frischwasserleitung zum Waschbecken hin.
Tropf Tropf Topf voll.

Und mir fiel ein Bootsschlüssel ins Hafenbecken. Armer Tropf.
Tauchen? Das Wasser ist nur ca. 180 tief… aber etwas frisch .

Apropos frisch, man könnte sich mit dem zur Verfügung stehenden Wasser jetzt auch etwas ausführlicher waschen, aber die Nasen sind nicht mehr so empfindlich, wir lassen es, der Umwelt zu Liebe.

Keine Philosophie und Lebensweisheiten heute.
Aber etwas ist hier in Grimmlinghausen anders? Wieviele Einwohner hat das Dorf?
Das Dorf hat ca 14 Corps, Sänger, Jäger-, Schützen-, Feuerwehr-, Blasmusik – Hubertus Fanfaren- und Wasweissichcorp. Man beachte den Baum, beachtlich. Im Gleichtakt Marsch Marsch

von Mölln nach Köln 13

Skandia 13 Abbruch

Ja, was ist das jetzt eine Glückszahl, 13 oder steht uns da was im Weg. Abbruch oder Pause bei Rhein Kilometer 762, ich hatte schon für heute Abend mit dem Yachtclub in Neuss telefoniert, das wäre besser als in Düsseldorf gewesen und auch mit dem Hafen in Köln, morgens sind wir noch zügig weggekommen, haben pünktlich um kurz nach acht die Leinen eingeholt, Kanne Kaffee war gekocht, nichts stand uns im Wege, acht Knoten durchs Wasser, acht Kilometer die Stunde über Grund, der Neusser Sporthafen lag in erreichbarer Nähe. Kurz hinter Krefeld schloss sich der Himmel, der Horizont, die Wolken und der Regen dicht zusammen.
Eine Nebelwand versperrte uns Sicht und die Weiterfahrt.

Das war mir zu kriminelle.

Eine Bucht tat sich steuerbords auf, in der Karte war ein Jachthafen vermerkt, der Crefelder Yachtclub, ich breche ab, manövriere die Nauticat durch die schmale Einfahrt, wir meldeten uns telefonisch an, man nahm uns auf und lässt uns anlegen.

Abwarten und Tee trinken.
Über keine App konnte ich das Ausmaß, die Größe des Nebelfeldes bemessen. Würde es sich nach kurzer Zeit lichten, oder sogar noch weiter verdichten?

Es lies sich nicht bestimmen.
Also pausieren.
12:30 ich legte mich hin, bemerkte dass ich erschöpft, ausgelaugt war.
Konzentration, die Anspannung der letzen zwei Tage ermatteten, der Kopf forderte Erholung.

Jetzt werden wir halt einen Tag später ankommen. Ist gut.

Wenn jemand schon dachte wir würden langsam reisen, bedächtig und nehmen bei einer Geschwindigkeit von acht bis zehn Stunden Kilometer Land, Fluss und Leute bewusster wahr, so irrt er.
Die wenigen Stunden an Land, die paar Kilometer, oder duzende Meter die wir mit Paul spazierend verbringen schaffen wenig Kenntnis über das umliegende Land, wenig Einblick in die angrenzenden Ortschaften.
Dafür lassen wir es uns an Bord gut gehen.
Jens, der Alteigner, kam noch in den Genuss selber fermentierten und frisch gekochtem Sauerkraut, es gab auch schon Rinder Kraftbrühen aus eigener Produktion, Ochsenschwanz Gulasch, von Sylvie hervorragenden, per Bote überreichter, Kuchen und heute schnitten wir ein erstes mal den (2020er) gebackenen Stollen an.

Ach ja.

Das große diesjährige Stollenessen, für meine Freunde und Familie, Gäste aus 20 Haushalten, ungeimpft, ohne Maske, engkuschelnt und rumknutschend findet im Hause des Gesundheitsamtes direkt neben dem Ordnungsamt am 19.12 statt.
Ein Tag bevor der überlegte, sinnvolle Lockdown überflüssiger weise gelockert wird.

Und jetzt nach einem schönen kleinen Spaziergang am Rheinufer entlang zurück an Bord,
Tasse Tee und – ja richtig- Stück Kuchen

Bleibt tapfer, die rettende Impfung kommt ja,
( niemand will genmanipulierte Lebensmittel- aber nimmt gerne genmanipulierende Impfmittel an?!)

Ps Wie erholte sich eigentlich China ohne Impfung ?
Gedanken aus der Nussschale

von Mölln nach Köln 12

Skandia 12

Es gibt Tage da hat man nicht die Musse zum Fotografieren, keine Zeit sich Notizen zu machen. Das fängt spätestens dann an wenn man das erste Mal von der Rheinströmung erfasst wird.
( Mittagessen gab es auch keins)

Aber mal langsam.

Zeitig aufgestanden, Kaffee gekocht, mit Paul raus in die Kälte, die erste Schleuse und letzte Schleuse für uns ohne lange Wartezeit konnten wir sie passieren, sahen an der Uferbefestigung wie weit das Wasser zurückgegangen, gefallen war.
Und
Niedrigwasser hat der Rhein.

In den letzten zwei Tagen habe ich einiges über Pegel, Pegelstände, gleichwertige Wasserstände, Mindestwassertiefen, und Fahrwasser gelesen und studiert.

Denn ich hatte ganz gehörig Respekt.

Die Skandia hat einen Tiefgang von 1,35 m bis 1,40 m, und oberhalb von Duisburg bis Düsseldorf gibt es einen Pegelstand von 98 cm und jetzt kommt das Wunder, das passt trotzdem. Tatsächlich bedeutet Pegelstand nicht tatsächliche befahrbare Wassertiefe. Aber dazu ein andermal vielleicht mehr.

Die Spannung stieg, und die Spannung blieb, Anspannung, Konzentration, Aufmerksamkeit, und besonders viel Achtsamkeit. Der Rhein schoss uns zwischen drei bis viereinhalb Knoten entgegen, also gute 8 Stunden Kilometer, drückte, lies die Skandia schlingern und tanzen.
Frachter, Tanker, Schubschiffe schieben unser kleines Schiff mit ihrer Bugwelle zur Seite, unsere Augen auf den Tiefenmesser fixiert, nervös gegenlenken, Gas wegnehmen, Gas geben und Haltung bewahren.

Jetzt weiß ich was eine Nussschale ist. Ich glaube ich bin für jedes PS und für jeden Schub denn diese Nauticat bringt dankbar.
Ihr könnt euch kaum vorstellen wie es sich anfühlt wenn unter dir acht Tonnen sich wie auf einem Präsentierteller drehen.

Einige große Industriehäfen, und Anlagen, sie werden von Kohle-Frachtern, Stahlschiffen, Gastanker beliefert verschärften unsere Aufmerksamkeit.
Es war reichlich Verkehr heute.

Ich teilte, es blieb gar nichts anderes übrig, die restlichen Kilometer, den Heimweg bis nach Köln in drei Etappen, zwei Übernachtungen ein. Duisburg für heute, Düsseldorf für morgen und dann Köln.
Etwas schöneres Wetter, klare Sicht, vielleicht auch etwas wärmer das würde ich mir für morgen wünschen.

Aber alles in allem ist es gut gelaufen. Der kleine Hafen in Duisburg, ist unbesetzt, ein Steg war frei, wir finden etwas Wasser um unseren Tank zu reinigen, Paul kann raus, was will man mehr.

Morgen sind wir noch cooler…

( erste mal das Radio an..in Duisburg… es läuft ein Cha-Cha-Cha )