der Dritte LKW

Manche Geschichten, eigene Erzählungen, Selbstgespräche, verworrene Gedanken auf der Suche nach einem Weg, einem Ausweg…manche Dinge laufen ganz im Inneren, ganz leise, teils im Hintergrund, im Innerenauge, tief im Herzen, Hand in Hand mit seiner Seele ab.

und dann entscheide aus deinem Bauch und mit deinem Herzen

Ich packe.

10.September.2021

vor zehn Jahren war meine Fahrt nach Richtung China, zehn Jahre ist das schon her, eine lange Zeit, schnell vergangen, unglaublich viel ist passiert, habe ich gesehen, erfahren, erfahren müssen, gelernt und durchlebt.

Nach über 30 Jahren schliesse ich, für die Steuer das Gewerbe, Houf Kunst und Antiquitäten, was ich im Herzen damit mache, ist unberührt, egal, die Geschichte, das Leben, die Sammlungen, die Leidenschaft, die Zuneigung und Liebe für alles Gute, Schöne, Echte, Ehrliches, Stücke aus handfestem, handgefertigtem, natürlichem, bewährtem, Zinn, Holz, Eisen bleibt.

Jetzt verkaufe und löse ich den alten Sitz in Köln auf.
Gehe mit allem, fahre nach Usedom, in die Stadt Usedom, habe ein Haus am Markt, im Zentrum, es ist ruhig, verschlafen, gekauft, habe einen Vertrag, bin einer neuen Verpflichtung eingegangen, baue was auf, ziehe mich zurück und werde doch mit allem mitten drin sein.

Gefasel, Gefasel….muss es erzählt werden, muss ich es erzählen, nieder schreiben?
Ich frage es mich, oft hinterfrage ich es, lange, immer mehr Zeit lasse ich mir für den nächsten Blog, habe, nehme mir immer weniger Zeit zum schreiben.

Warum ?
Vielleicht war es so, dass alle meine Reisen, meine Erzählung so waren wie ich es immer betont habe, eine Reise, eine Fahrt ins Ungewisse, eine Fahrt alleine, eine Klausur ist eine Flucht, eine Flucht ins Unbekannte ist eine Suche, die Suche nach seinem Ich, seinem Platz in der Welt….vielleicht ist es so, dass man, ich es, die Suche so am besten verarbeitet habe.

Vielleicht brauche ich vom Herzen her …nicht mehr soviel schreiben, erklären, mitteilen

Bereue nichts
und doch gibt es da Menschen denen ich gerne mehr mitteilen möchte, die ich gerne teilhaben lassen möchte, ich mir wünschen würde sie würden teilhaben, dabei sein, doch ich , sie trauen sich nicht, nicht die Nähe, das Vertrauen habend, nehmen den Kontakt nicht auf.

Ich breche noch mal auf.
Breche in Köln alles ab, nehme noch mal viel auf mich, erwarte viel Arbeit, tue es mit Begeisterung, voller Emotionen, Freude, fühle mich jung und jünger, spüre die Knochen, den störenden Bauch, ignoriere die Spuren des Alters.

Es tut mir gut, so denke ich.
Geschichten fallen mir ein wenn ich durch die bekannten, alten Straßen gehe, mit Paul unserem Hund an Plätzen vorbei komme, hier in Köln, wunderbare Momente erlebt habe, auch Momente, Möglichkeiten verpasst habe, hier, jemanden was zu sagen, ich finde Dich toll, vermisse Dich, lass uns was gemeinsam machen.
Es fällt mir auf, dass ich die verpassten Gelegenheiten jemanden etwas zu sagen, mit zu machen, zu treffen, hier in Köln, die verpassten, nicht sorgsam gewesenen Momente, gerne noch mal geküsst, sich entschuldigt, geliebt, mit jemanden gespeist, getrunken und getanzt, zusammen gewesen bald in noch weitere Ferne rücken wird.

So ein Wegzug kostet, das ist mir bekannt, ich werde viele Menschen vielleicht nicht mehr wieder sehen, doch ich werde aber auch viele neue, sicher es sind andere, neue Menschen kennen lernen. Wie auf einer Reise. man trifft jemanden, lernt ihn kennen und doch muss man sich irgendwann trennen, zieht man irgendwann weiter und lässt jemanden zurück. Jetzt lasse ich Köln zurück. Aber wie bei den Bekannten aus einer Reise kann man Kontakt halten, man kann wenn man will, man kann sich schreiben, sehen, verabreden, besuchen, auch das kann man wenn man will.
Es wird sich zeigen wer einem was Wert ist, wer sich bemüht.

Welchen Weg man einschlägt….welche Türe sich öffnet, wer weiss das schon. Das Leben geht seinen Weg, mal entscheidest Du so, denkst dass Du entschieden hast, oder das Leben entscheidet für Dich.
Wäre ich damals in der (einen) Beziehung ( oder der anderen ) geblieben, wo , wie wäre ich jetzt?
Was hätte ich dann erlebt?
Wäre meine Familie so oder anderes, wieviele Wege hätte es gegeben? wieviele unterschiedliche Türen hätte ich durchschreiten können.

Ich lebe mein Leben.

Den Lebensabend planen.
Ja, verdammt, es ist soweit. Bewusst dass man, ich nicht mehr ewig warten kann, darauf vertrauend später egal was noch zu machen, realistisch erkennend die Zeit läuft, läuft ab, läuft schnell, handele ich, handele ich jetzt, entschied aus dem Herzen heraus sofort und war und bin mir sicher das Beste, das Richtige zu tun.

Ich habe einen VierseitenHof gekauft, was für ein Glück, welch eine Fügung, was bin ich froh.
Ich werde Platz für Freunde und Familie haben, wer auch immer eines Tages kommt, mich, den Hof, die Idee, den Traum auch nur versteht.
Es wird die Arche.
Die Skandia, die Arche die mich herausgeholt hat, sicher übers Meer gebracht hat zu dem Platz, die Skandia war und ist der Türöffner, ist jetzt mein Zuhause bis ich ganz umziehen kann, ist das Werkzeug, ist der Schlüssel zu allem.

Es fügt sich alles.

Aus dem Bauch, mit dem Herzen und voller Vertrauen läuft es.
Und egal was kommt, es wird schön.

Apfelernte

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